Langzeitmessung – aussagekräftige Daten statt Momentaufnahme

    Eine einzelne Messung zeigt nur die Situation zum Zeitpunkt der Untersuchung. Mit einer professionellen Langzeitmessung erfasse ich Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum.

So lassen sich Schwankungen, kritische Feuchtebereiche und Zusammenhänge zwischen Raumklima und möglicher Schimmelbildung zuverlässig erkennen.

Die Messdaten werden anschließend fachlich ausgewertet und verständlich beurteilt – als Grundlage für eine fundierte Ursachenanalyse.

Langzeitmessung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Frankfurt

Raumklima über einen längeren Zeitraum

objektiv erfassen

Eine Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit während eines Ortstermins zeigt immer nur die Situation zum Zeitpunkt der Untersuchung.

Das Raumklima kann sich jedoch im Laufe eines Tages und über längere Zeiträume deutlich verändern.

Mit einer professionellen Langzeitmessung können Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit über einen festgelegten Zeitraum kontinuierlich aufgezeichnet werden.

Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie sich die Raumklimabedingungen während des tatsächlichen Messzeitraums entwickelt haben.


Nicht nur ein einzelner Messwert ist entscheidend, sondern der Verlauf der Messdaten über einen längeren Zeitraum.


Was wird bei einer Langzeitmessung erfasst?

Je nach Fragestellung werden Raumklimadaten in festgelegten Zeitabständen automatisch aufgezeichnet.

Erfasst werden u. a.:

  • Raumtemperatur
  • relative Luftfeuchtigkeit
  • zeitliche Veränderungen der Messwerte
  • wiederkehrende Auffälligkeiten
  • Phasen erhöhter Luftfeuchtigkeit

Zusammenhänge zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Dadurch kann nachvollzogen werden, wie sich das Raumklima während des Messzeitraums tatsächlich entwickelt hat.

Wann kann eine Langzeitmessung sinnvoll sein?

Eine Langzeitmessung kann sinnvoll sein bei:

  • wiederkehrendem Schimmelbefall
  • erhöhter Luftfeuchtigkeit
  • Kondensationserscheinungen
  • Feuchtigkeit an Fenstern oder Außenwänden
  • unklaren Raumklimaverhältnissen
  • Verdacht auf ungünstige Heiz‑ oder Lüftungsbedingungen
  • Untersuchung möglicher Ursachen eines Feuchte‑ oder Schimmelschadens
  • Auch wenn während eines Ortstermins keine eindeutige Auffälligkeit festgestellt wird, kann eine Langzeitmessung zusätzliche Informationen liefern.

Was kann eine Langzeitmessung zeigen?

Durch die Aufzeichnung über einen längeren Zeitraum können sichtbar werden:

regelmäßige Anstiege der Luftfeuchtigkeit

  • auffällige Zeiträume
  • wiederkehrende Feuchtespitzen
  • Entwicklung der Raumtemperatur
  • wiederholende Muster im Raumklima

Die Langzeitmessung dokumentiert die tatsächlich vorhandenen Raumklimabedingungen während des Messzeitraums.

Heiz‑ und Lüftungsverhalten richtig einordnen

Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden durch Nutzung, Heizen und Lüften beeinflusst.

Eine Langzeitmessung dokumentiert diese Veränderungen objektiv — bewertet jedoch nicht automatisch das Verhalten der Bewohner.

Die fachliche Bewertung erfolgt anschließend im Zusammenhang mit weiteren Feststellungen.

Auch wenn sich das Verhalten während der Messung verändert, dokumentiert die Messung weiterhin die tatsächlichen Bedingungen während des Messzeitraums.


Wie lange wird gemessen?

Die Dauer richtet sich nach der Fragestellung und dem Schadensfall.

Messungen können über:

  • mehrere Tage
  • oder über längere Zeiträume

durchgeführt werden.

Es gibt keine allgemeingültige Messdauer — entscheidend ist, welcher Zeitraum notwendig ist, um relevante Veränderungen zu erfassen.

Auswertung der Messdaten

Nach Abschluss des Messzeitraums werden die Daten ausgewertet und grafisch dargestellt.

Nachvollziehbar werden:

  • Temperaturverlauf
  • Verlauf der relativen Luftfeuchtigkeit
  • zeitliche Veränderungen

Diagramme machen Auffälligkeiten und Muster deutlich sichtbar.


Ein Diagramm macht den tatsächlichen Verlauf der Messdaten transparent und nachvollziehbar.


Was kann eine Langzeitmessung nicht

allein feststellen?

  • Eine Langzeitmessung kann allein nicht eindeutig feststellen:
  • wodurch ein Schimmelschaden verursacht wurde
  • ob ein baulicher Mangel vorliegt
  • ob ausschließlich das Nutzerverhalten eine Rolle spielt
  • welche Sanierungsmaßnahme erforderlich ist

Die Messdaten müssen im Zusammenhang betrachtet werden, z. B. mit:

  • Bauweise und Bauteilaufbau
  • Oberflächentemperaturen
  • Wärmebrücken
  • Feuchteauffälligkeiten
  • Schadensbild
  • Nutzung der Räume
  • weiteren Untersuchungsergebnissen

Nutzerverhalten oder bauliche Ursache?

Bei Feuchte‑ und Schimmelschäden wirken häufig mehrere Faktoren zusammen.

Die entscheidende Frage lautet daher:

„Welche Faktoren haben unter den tatsächlich vorhandenen Bedingungen zur Entstehung des Schadens beigetragen?“

Eine Langzeitmessung liefert hierfür wichtige Daten — die Ursachenbewertung erfordert jedoch immer die Betrachtung des gesamten Schadensfalls.


Fachliche Bewertung der Messdaten

Ein Diagramm und viele Messwerte sind noch keine Ursachenanalyse.

Die entscheidende Frage lautet:

„Was bedeuten die aufgezeichneten Messdaten für den konkreten Schadensfall?“

Messwerte werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Gesamtzusammenhang eingeordnet.

Erst die fachliche Einordnung ermöglicht eine nachvollziehbare Bewertung.


Langzeitmessung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit anfragen

Sie möchten wissen, wie sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen über einen längeren Zeitraum entwickeln?

Eine professionelle Langzeitmessung kann helfen, Raumklimabedingungen objektiv zu dokumentieren und zeitliche Veränderungen nachvollziehbar darzustellen.

Fred Rohleder 

Freier und unabhängiger Sachverständiger und Gutachter für Feuchte‑ und Schimmelschäden

Frankfurt am Main & Rhein‑Main‑Gebiet